Montag
Aufgrund mangelnder Postkarten-Schreiblust schrieb ich die versprochenen Postkarten am Sonntagabend nur mit den Adressen vor. Am Montag wollte ich die Gruß-Texte ergänzen, aber irgendwie gefiel mir das Ganze nicht so. Also nochmals alle Postkartentexte überdacht, nebenbei mit einer Backpackerin unterhalten und vier Stunden später war es endlich geschafft! Immerhin gehen nun fünf Postkarten auf eine weite Reise, in Richtung Deutschland
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Wie in der Woche zuvor arbeite ich immer noch drei Stunden täglich im Hostel. Sollte sich am Job nichts ändern, dann werde ich es nicht mehr erwähnen, da jede Schicht gleich ist: Putzen, Betten beziehen …
Dienstag
Da die Post bereits früh schließt, wollte ich die Postkarten nun am Dienstag abgeben. Da es eigentlich (?!) ein Abkommen zum Postversand zwischen Deutschland und Australien gibt, der den kostenfreien Versand von Postkarten ermöglicht, wollte ich meine Postkarten ohne Briefmarken (eine Marke kostet 1,60 A$) abschicken. Der kostenfreien Versand von Postkarten hat bei Maximilian (siehe Woche 1) bereits wunderbar funktioniert. Der Mitarbeiter der Post in Cairns wusste von diesem Abkommen nichts und ich investierte die 6,40 A$ ins Porto, da die Postkarten doch für sehr gute Freunde und für die Familie bestimmt waren. Warum 6,40 A$? Die fünfte Postkarte war ein kleines Päckchen mit einer kleinen Zugabe
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Am Abend traf ich mich mit Sebastian in einer collen Bar, da es sein letzter Abend in Cairns war. In Richtung Esplanade sah ich später das beleuchtete Freiluftbad – ein wahnsinnig schöner Anblick.
Mittwoch
Am Mittwoch arbeitete ich nur zwei Stunden, da uns um 12:00 Uhr ein Bus kostenfrei zum DFO – Designer Factory Outlet – bingen sollte. Die Tage zuvor arbeitete ich manchmal vier Stunden, da ich einen freien Tag (Day off) anstrebte. Wir hatten im Outlet nur drei Stunden Zeit. Zuerst dachte ich, dass ich durchrennen muss, um alle Läden abzuklappern, aber letztlich war das Einkaufscentrum sehr klein, sodass die drei Stunden locker ausreichten. Ausbeute war, wie fast immer, ein Sub von Subway und zwei Hemden.
Donnerstag
*Riiiiiiiiiiiiiing* Doofer Wecker. Oh, eine neue E-Mail von Steffen (Großcousin oder so). „WG: Qantas Buchung“. Ehm was? Cool! Steffen kommt am 09.04. für vier Wochen nach Australien. Ich glaube, das wird eine schöne Zeit, denn auf dem Plan stehen Reisen und viele Fotoaufnahmen. Darauf freue ich mich schon
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Ansonsten war der Tag entspannt. Am Abend ging ich zum ersten Mal in eine australische Diskothek. Klein, aber mit abwechslungsreicher Musik, und letztlich doch sehr gelungen. Ach ja: Toni, sorry für die SMS’en
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Freitag
Ein wenig „müde“ vom Vorabend stand ich um 6:00 Uhr (na ja 6:10 Uhr) auf, um mit Steffen zu skypen. Ein zweiter Skypetermin wurde für Sonntag ausgemacht.
Um 7:00 Uhr legte ich mich auf „meine“ Lieblingscouch vor den Fernseher und holte noch ein wenig Schlaf nach.
Am Abend liefen mir noch zwei sehr freundliche deutsche Backpacker – Corinna und Adrian – über den Weg, die ich im Hostel und auf dem Weg zum DFO kennengelernt hatte. Da sie bereits die Strecke von Brisbane nach Cairns gefahren sind, plante ich mit Ihnen, nach ihren vielen Empfehlungen, die Route für die Reise im April.
Samstag
Nach getaner Arbeit unterhielt ich mich mit Linda und Sebastian, die auch drei Stunden im Hostel für kostenfreie Unterkunft arbeiten. Das Pärchen ist ebenfalls die Ostküste hoch gefahren, sodass diese meine „To-Do-Reiseliste“ mit ihren Tipps ergänzten.
Am Abend wollten wir mal wieder zu der Houseparty bei Dee. Irgendwie entschieden sich aber die beiden Anderen um, sodass wir letztlich auf dem Zimmer „ein wenig“ Goon tranken. Die beiden Mädels sind anschließend noch in die Disco, für mich ging es ab ins Bett.
Sonntag
Ich glaube, mir fiel noch nie eine Arbeitsschicht so schwer wie an diesem Tage. Der Goon schlägt einem ziemlich schnell auf den Magen. Na ja, was will man auch von 14 A$ für 5 Liter „Wein“ erwarten. Eigentlich eine Beleidigung, wenn man Goon als Wein bezeichnet.
Am Abend skypte ich eine Stunde (inklusive zweier Verbindungsabbrüchen) mit Bert (Böööörd). Anschließend waren Mutti und Paps dran. Hätte ich sie vor meiner Abreise nach Australien samstags um 8:00 Uhr aus dem Bett geholt, dann hätte es einen strafenden Blick (+ Spruch) gegeben. Seit Australien freuen sie sich über jeden Anruf – egal welche Uhrzeit. Was ein Auslands(halb)jahr nicht alles bewirken kann …
Dreißig Minuten später skypte ich eine Stunde (dann war der Akku leer) mit Steffen. Dort wurde „mein“ ganzer Plan mit der Ostküste über den Haufen geschmissen, da Steffen bereits von Cairns nach Brisbane (so war ebenfalls meine Strecke geplant) gefahren ist. Das hatte Steffen mir am Donnerstag auch gesagt *säufz*. Merke: Niemals einen Abend vorher feiern gehen und am frühen Morgen skypen. Na ja egal, mache ich die Tour Ostküste halt allein. Nach dem Skypen gingen wir zu Dee’s Houseparty, da Matt seinen letzten Abend feierte. Also nicht wirklich letzten Abend, sondern letzten freien Abend. Matt (der amerikanische Zimmerkollege) wird Cairns die nächsten Tage verlassen und nach Brisbane fliegen :‘(.
Anschließend ging ich aber recht früh schlafen, da am nächsten Morgen ein Interview (zecks Zusatzjob) auf Peter und mich wartete. Das Interview hatten wir Corinna und Adrian zu verdanken, da die beiden in zwei Wochen Cairns verlassen werden und ihr derzeitigen Jobgeber/Chef dann zwei neue Backpacker einstellen will. Vielleicht klappt es mit einem Zusatzjob!