3. Pro/Contra Organisation

AIFS Handbuch

Das AIFS-Handbuch ist ein 85seitiges A5-Taschenbuch mit Tipps zum bevorstehenden Work and Travel. Dieses erhält man direkt nach Buchung per Post. Thematisiert werden “Vor der Abreise”, “Abenteuer Australien”, “Sicherheit” und “Nützliches”.

Pro

(Fast) alle wichtigen Informationen werden gebündelt und vermitteln das Gefühl, dass einige Informationen aus Erfahrungen zusammengestellt wurden. Dadurch erhält man einen guten Einstieg in das bevorstehende Work and Travel.
Weiterhin lässt sich dieses kompakte Handbuch gut auf Reisen durch Australien als Guide mitführen.

Contra

Alle Informationen findet man auch auf diversen Fanseiten. Jedoch steht auf den wenigsten Seiten ein Publikationsdatum, so dass Informationen veraltet und ungültig sein können. Außerdem ist es ratsam, sich auf mehreren Fanseiten zu belesen, um einen vollständigen Überblick zu erhalten, da nicht jede Seite jedes Thema ausführlich behandelt.

Fazit

Das Handbuch spart Recherchearbeit und stellt neueste Informationen (das Handbuch habe ich September 2011 erhalten, die Ausgabe war von August 2011) kompakt bereit. Eine Alternative zum AIFS-Handbuch, das nur exklusiv für AIFS-Mitglieder bereitgestellt wird, ist die „Work and Travel Bibel“ von Kai Brach. Dieses Buch ist online erhältlich, nach Bezahlung erhält man einen Download-Link, um das Buch als eBook herunterzuladen. Eine Druckversion gibt es nicht, jedoch lässt sich das eBook problemlos ausdrucken.

Unterstützung bei der Beantragung des Working Holiday Visums

Neben dem Handbuch erhält man nach der Anmeldung eine 4seitige Anleitung zur Beantragung des Visums. Alle Fragen wurden vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

Pro

Diese Anleitung ist sehr ausführlich beschrieben, sodass (eigentlich) nichts schief gehen kann. Des Weiteren wird auf eventuelle Schwierigkeiten, wie die identisch aussehende 0 (Null) oder O („Ohh“) im Reisepass, eingegangen.
Die deutschen Übersetzungen sind für die englischen Bezeichnungen von Krankheiten hilfreich.

Contra

Die Webseite des Ministeriums für Einwanderung und Staatsbürgerschaft (kurz DIAC) ist sehr übersichtlich und erhält alle Informationen für das Visum auf einer Seite. Sollte man dennoch Schwierigkeiten haben, so findet man auf vielen Backpacker-Seiten eine Übersetzung der Fragen oder Anleitungen für das Beantragen des Visums.

Fazit

Das Beantragen des Visums war für mich auch ohne Anleitung kein Problem. Viel schwieriger war es, am Anfang das Working Holiday Visum auf der Webpräsenz vom DIAC zu finden. Wenn man diese dann gefunden hat, ist es kein Problem, Informationen rund ums Visum zu finden und dieses anschließend zu beantragen.
Ich halte die Anleitung für überflüssig, zumal sich Bezeichnungen für Krankheiten auch von jedem beliebigen Übersetzer ins Deutsche übertragen lassen.

Betreuung durch einen Programmkoordinator

AIFS stellt für Probleme, Sorgen, Fragen u. ä. eine kostenfreie Hotline (0800’er Nummer) sowie eine E-Mailadresse bereit.

Pro

Ich habe bereits mehrmals bei AIFS angerufen und jedesmal hatte ich sofort einen Ansprechpartner am Telefon. Das Beantworten von E-Mails erfolgte sehr schnell, in der Regel erhält man am selben Tag eine Antwort. Ich hatte das Gefühl, dass sich jemand um mich kümmert und dass ich nicht aus der Telefonleitung gedrängelt wurde.
AIFS ist auch auf Facebook vertreten.

Contra

Die Kommunikation findet reibungslos statt. Die E-Mailadresse ist nicht personenbezogen und geht daher in den Bereich Work and Travel Australien und Neuseeland. Der Nachteil ist, dass man eine gewisse Person nicht direkt erreichen kann. Anderseits wird die E-Mail dadurch direkt an die Expertin (z. B. für Flüge oder Surfkurse in Australien) weitergeleitet und bearbeitet.

Fazit

Die Kommunikation mit AIFS hinterlässt einen sehr professionellen und familiären Eindruck, sie zeichnet sich durch individuelle Antworten aus. Eine Standardantwort, wie man sie meist aus den riesengroßen Callcentern gewöhnt ist, gibt es nicht.

Abschlusskommentar

Durch einen ehemaligen Klassenkammeraden, der sich seit September in Australien als Work and Travel’er aufhält, habe ich den Tipp mit Lycaphone erhalten. Mit diesem Mobilfunkanbieter ist es kostengünstig möglich, im Inland und ins Ausland zu telefonieren. Daher fragte ich AIFS nach einer SIM-Karte des Anbieters. Als Antwort erhielt ich: „Da wir mit Lycaphone leider keine Kooperation anbieten, können wir dir an dieser Stelle hierüber keine Auskünfte erteilen“. Meiner Meinung nach schade, dass man den Mitgliedern nur Produkte von Kooperationsfirmen anbietet und nicht individuell auf meinen Wunsch einging. Lycaphone ist ein PrePaid-Anbieter und kann problemlos im Laden gekauft werden.

T-Shirt von AIFS

Pro

Ein T-Shirt von AIFS erhält man drei Wochen vor Ausreise und sollte – so AIFS – beim Abflug getragen werden, sodass man Mitreisende erkennt.
Man kann dieses natürlich auch als Erinnerungsstücl an sein “Work and Travel”-Jahr aufbewahren.

Contra

Auf europäischen Flughäfen habe ich noch keine Backpacker gesehen, würde jedoch einfach mal darauf tippen, dass man 90 % der Backpacker am Gepäck erkennt.

Fazit

Das T-Shirt ist als nettes nice-to-have anzusehen.

Vorbereitungstreffen in Deutschland

AIFS bietet in Deutschland im 6-Wochentakt* Vorbereitungstreffen für Work and Travel in Australien und Neuseeland an.

Pro

Das Vorbereitungstreffen war in zwei Teilen aufgegliedert. Im ersten Teil erfuhren wir grundlegende Dinge über das Visum, die Auslandsreisekrankenversicherung, den Flug und vieles mehr.
Im zweiten Teil wurden alle Teilnehmer in Gruppen eingeteilt, die anschließend fünf Fragen zu einem Thema erarbeiteten. Anschließend wurden die Fragen vor allen Teilnehmern gestellt und durch Returnees[**] sowie der Programmkoordinatorin geklärt.
Das dreistündige Seminar fand in einer angenehmen Atmosphäre statt, das unter anderem durch eine kleine Getränke- und Naschbar aufgelockert wurde. Weiterhin erhielt jeder Teilnehmer des Workshops ein kleines AIFS-Notizbuch und eine To-Do-Liste (Was muss ich noch alles vor der Abreise organisieren?).
Das Büro von AIFS in Bonn ist mit der Straßenbahn innerhalb Bonns schnell erreichbar. Für Teilnehmer mit PKW stellt AIFS einen Parkplatz bereit.

Contra

Das Vorbereitungstreffen am 15.10. fand direkt bei AIFS in Bonn statt, das Treffen am 03.12. in Frankfurt am Main. Leider sind beide Vorbereitungstreffen für mich aus Mecklenburg-Vorpommern sehr weit entfernt. Da das Treffen bis 17:00 Uhr dauerte, war es nicht möglich, am Samstag ohne längeren Aufenthalt in Bonn nach Hause zu fahren.

Fazit

Durch die Returnees und die Programmleiterin wurden in dem Vorbereitungstreffen sehr viele praktische Tipps und Zusatzinformationen vermittelt. Das Vorbereitungstreffen ist weiterzuempfehlen.
Ein kleines nice-to-have: Zu Beginn des Vorbereitungstreffens erhielt man ein Armbändchen, wie auf Festivals. Sieht wirklich gut aus :-)
Das Vorbereitungstreffen ist exklusiv für AIFS-Mitglieder und kostenfrei.

[*] Es fanden Vorbereitungstreffen am 15.10.2011 und 03.12.2011 statt.
[**] AIFS-Mitglieder, die bereits am Work and Travel in Australien und/oder Neuseeland teilnehmen und wieder daheim sind.

Nutzung der Networking-Liste

Die Networking-Liste ist über ein Authentifizierungsportal von AIFS erreichbar. Dort sind alle Teilnehmer, wenn gewünscht, mit E-Mail, Telefonnummer, Postleitzahl, Programm (Australien oder Neuseeland) und Route (Fluggesellschaft, Stopover bei Rückkehr) gelistet. Diese soll zur Kontaktaufnahme vor dem Work and Travel dienen.

Pro

Die Liste bietet mehre Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme an und lässt sich nach verschiedenen Aspekten sortieren (vorteilhaft für gleiche Route oder PLZ für Leute, die in der Nähe wohnen).

Contra

Bei der Networking-Liste gibt es nur Kritik in Hinsicht der technischen Umsetzung. Drei Dinge kurz aufgezählt: Passwort lässt sich nicht ändern, Daten werden unverschlüsselt übertragen, Angaben lassen sich nicht eigenhändig ändern (Telefonnummer ausblenden, E-Mail ändern, …).

Fazit

Die Networking-Liste war für mich einer der Hauptgründe, mich für eine Organisation zu entscheiden.

Hilfestellung beim Abschluss einer Reiseversicherung

AIFS arbeitet mit CareMed zusammen. Da ich mich bereits für eine Versicherung entschieden hatte, kann ich über diese Versicherung und die Zusammenarbeit mit AIFS keine Aussage treffen.

Eröffnung eines Bankkontos möglich

Nach Anmeldung sendet AIFS per E-Mail einen Bankantrag der Commonwealth Bank of Australia mit Anleitung zu.

Pro

Aufgrund einer Kooperation zwischen Bank und AIFS lässt sich das Konto bereits in Deutschland eröffnen.

Contra

Leider arbeitet AIFS nur mit der CBA zusammen, sodass man nicht aus verschiedenen Kreditinstituten wählen kann.

Fazit

Bis auf die o. g. fehlende Auswahl ein netter Service von AIFS. Nicht immer macht es Sinn, Geld aus Deutschland auf das australische Konto zu überweisen, da die Bankgebühren für Auslandsüberweisungen sehr hoch sind.

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